Über uns

Die Luftsportgemeinschaft Kamp-Lintfort e.V.

  • Die ersten Vorläufer der heutigen LSG Kamp-Lintfort gab es bereits in den frühen 50er Jahren, nach Ende des zweiten Weltkrieges bestanden 4 kleinere Vereine in Moers, Lintfort, Homberg und Rheinhausen
  • 1.1.1959: Zusammenschluss der Vereine aus Lintfort, Moers und Homberg zur „LSG Kreis Moers“ – durch diese Vereinsfusion entstand ein für damalige Verhältnisse großer Verein mit rund 75 Mitgliedern
  • In den Anfangstagen verfügten die Flieger noch nicht über ein eigenes Gelände, daher gastierten die Piloten der Gründerzeit des Vereins auf den Flugplätzen Egelsberg, Goch/Asperden und Wisseler Dünen, übergangsweise wurde auch auf den Rheinwiesen bei Baerl geflogen
  • 1957: Anschaffung des ersten Motorflugzeuges (Typ „Tiger Moth“)tigermoth1024
  • 1961: Der noch junge Verein verdoppelt durch Eigenbau die Anzahl der Segelflugzeuge von 2 auf 4
  • 1968: Anschaffung des ersten Motorseglersa-falke_anderer_k
  • 24.4.1969: Die Bezirksregierung Düsseldorf erteilt die Genehmigung für den Flugplatz zunächst nur mit Segelflugbetrieb auf dem Gelände bei Saalhoff, wo der Flugplatz Kamp-Lintfort bis heute besteht
  • September 1969: Erweiterung der Genehmigung für Motorflug
  • In den ersten Jahren diente ein ausgemusterter Eisenbahnwaggon als Clubhaus
  • 1971: In ungezählten Arbeitsstunden entstand schließlich der Flugplatz in seiner heutigen Form, zunächst mit einer Halle für die Segelflugzeuge, his1einer weiteren für Motorflugzeuge sowie einem Anbau, in dem Vorstandszimmer und die Werkstatt untergebracht wurden
  • 1974: Bau des Clubraums und des Kontrollturmes in der heute noch bestehenden Form
  • 1998: Kauf des bis dahin gepachteten Geländes – damit ist die Zukunft des Flugplatzes gesichert.
  • März 2012: Der Flugzeugpark des Vereins ist umfassend modernisiert und das letzte Gerät alter Bauart, ein Motorsegler, verläßt die Vereinsflotte. Seitdem hat der Verein nur noch moderne Flugzeuge in GFK-Bauweise (Glasfaserkunstoff).
  • Heute zählt die LSG Kamp-Lintfort mit rund 170 Mitgliedern zu den größeren Luftsport-Verein in Nordrhein-Westfalen.
  • Zur Zeit verfügt die LSG Kamp-Lintfort über 3 Segelflugzeuge, 2 Motorflugzeuge,  sowie 1 Ultraleichtflugzeug.
  • Darüber hinaus haben private Segel- und Motorflugzeuge sowie Ultraleichflugzeuge der Mitglieder hier in Kamp-Lintfort ihre Basis.

Highlights
In den Anfangsjahren war schon die Taufe eines neuen Flugzeuges ein großes Ereignis, doch es sollte noch viel größer werden.

Bereits in den 1960er Jahren präsentierte der Verein der Öffentlichkeit beinahe alle Facetten der Fliegerei. Die ersten Flugtage fanden statt – sie sollten bis weit in die 1980er Jahre hinein eine feste Einrichtung und eine Institution bleiben. Heute würde man wohl von einem „echten Event“ sprechen, denn die Großflugtage der LSG Kreis Moers und der späteren LSG Kamp-Lintfort begeisterten die Massen.SCA-Official-20141119-812-166

Bis zu 65.ooo Menschen zog es hinaus nach Saalhoff, um dort von den stolz vorgeführten, vereinseigenen Segelflugzeugen bis hin zu den damaligen Stars am Himmel, den britischen Red Arrows, der Fliegerei ganz nahe zu sein.

Neben diesen Großflugtagen, an die man sich am Niederrhein immer noch gern erinnert, gab und gibt es bei der LSG Kamp-Lintfort aber auch eine Reihe von weiteren Aktivitäten.

In Fliegerkreisen genießen beispielsweise die Motorflugralleys einen exzellenten Ruf. 15 Mal fanden sie in den vergangenen Jahren statt.

Und das die Fliegerei bei der LSG Kamp-Lintfort gleichermaßen etwas für Alt und Jung ist, beweisen die jährlich wiederkehrenden, so genannten Fliegerlager. Bei den Älteren beliebt ist das Seniorenfliegen, an dem regelmäßig mehr als 20 Piloten mit mehr als 10 Flugzeugen teilnehmen.

Den fliegerischen Nachwuchs zieht es dagegen eher in die Ferne: auf wechselnden image001Flugplätzen in Europa macht die Jugendgruppe im Sommer Ferien mit Flugzeug.

Die Segelflieger sind zwischen März und November von 9.30 Uhr bis Sonnenuntergang am Flugplatz und in der Luft. Alle müssen mit anfassen, und zwar den ganzen Tag, um den Vereinskameraden ebenfalls in die Luft zu verhelfen. Segelfliegen ist eben ein Gemeinschaftssport, der natürlich auch Teamgeist fördert.

Die Motorflieger müssen während der kalten Jahreszeit übrigens nicht auf den Start verzichten: an schönen Tagen wird selbstverständlich auch im Winter geflogen.

Abends nach Ende des Flugbetriebes sitzen die Flieger meist noch beisammen, zum Grillen und fachsimpeln.

Ausbildung
Segelfliegen
kann jeder erlernen – und zwar schon mit 14 Jahren! Körperliche Fitness und  Zeit für diesen schönen Sport vorausgesetzt.  Segelflug ist auch kein reiner „Jugendsport“: wir bilden Flugschüler jeden Alters aus.  Die Ausbildung dauert je nach persönlichem Engagement zwischen 18 Monaten und 3 Jahren.

Natürlich kommen auch die Freunde des Motorfluges nicht zu kurz. Die LSG Kamp-Lintfort bietet ebenfalls eine Ultraleicht- (UL-) und Motorflugschule. Mit dem Motorflug beginnen können unsere Flugschüler ab dem 17. Lebensjahr.

Die Ausbildung in allen Bereichen übernehmen bei uns erfahrene, langjährige Fluglehrer. Sie unterrichten selbstverständlich nach den europaweit gesetzlich verbindlichen Ausbildungsrichtlinien.

Sie vermitteln neben den fliegerischen Kenntnissen auch die anderen Aspekte, die in der Fliegerei überall auf der Welt wichtig sind: Teamwork, soziale Bindungen, das Gemeinschaftserlebnis und die Möglichkeit, Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Und das mit Erfolg: immerhin 13 unserer Vereinsmitglieder sind bereits Flugkapitän bei den großen Fluggesellschaften, zwei weitere befinden sich gerade in der Ausbildung.

Die Chancen stehen also gut, das auch Sie von einem Piloten der LSG Kamp-Lintfort zu Ihrem Urlaubsziel ans Mittelmeer geflogen werden!

Werkstattarbeit und Platzerhaltung
Alle aktiven Flieger des Vereins – das heißt also alle, die während der Sommersaison als verantwortlicher Pilot mit einem vereinseigenen Flugzeug geflogen sind, müssen auch so genannte Arbeitsstunden ableisten.

Im Sommer bedeutet das Platzpflege – Rasen mähen, Clubhaus anstreichen und viele andere Arbeiten, die dem Erhalt des Flugplatzes und seiner Einrichtungen dienen.

Im Winter werden die Flugzeuge überprüft, gewartet und ggf. repariert.IMG_0221b

Natürlich wird vor jedem einzelnen Start die Lufttüchtigkeit der Flugzeuge überprüft – ganz wie bei den großen Airlinern vor deren Flug ans Mittelmeer – im Winter jedoch wird jedes Teil ganz genau überprüft. Die Motorflugzeuge des Vereins werden ganzjährig in der Vereinswerkstatt und in Intervallen von einem Luftfahrttechnischen Betrieb gewartet und instand gehalten.

Denn Sicherheit ist das Wichtigste!

Deshalb haben die Werkstatt-Warte auch besondere Qualifikationen: sie wurden von ausgewiesenen Fachleuten ausgebildet, und nur wer für die entsprechenden Aufgaben geprüft wurde, darf sie auch ausführen.

Das heißt aber nicht, das nicht auch „ungelernte“ Vereinsmitglieder mithelfen könnten: es gibt eine ganze Reihe von Aufgaben, die sie übernehmen können – von der intensiven Winter-Reinigung der Flugzeuge bis hin zum sauberen Ausfegen der Werkstatt werden eine Menge helfende Hände benötigt. Auch hier zeigt sich wieder:

Sportfliegen ist eben ein Teamsport!

Und das lernen bei uns schon die jüngsten Vereinsmitglieder.